In eckigen Klammern werden die entsprechenden Kapitel im Lehrbuch Cursus B (Band 1)angegeben.

 

 

Römisches Alltagsleben

Familie[2]

Familia: schließt auch Sklaven mit ein

Pater familias: Oberhaupt der familia

Matrona: Ehefrau des pater familias; kümmert sich um das Haus; sehr frühe Heirat (schon mit 12 Jahren; oft nach dem Willen des Vaters) [19]

 

Namen[2]

Vorname; häufig abgekürzt (M. = Marcus; Q. = Quintus; A. = Aulus; C. = Gaius; T =Titus; P = Publius)

Familienname; Töchter trugen die weibliche Form des Vaternamens

Beiname

 

Kleidung[2]

Toga: weißes Übergewand (über der Tunica); Söhne vornehmer Familien trugen eine Toga mit rotem Streifen

Tunica: einfaches Hausgewand

 

Die römische Villa (Landhaus wohlhabender Römer) [1]

Atrium: Empfangshalle für Besucher

Tablinum: Wohnzimmer

Triklinium: Esszimmer; man lag zu Tisch [20]

Peristyl: Säulenhof innerhalb der Villa

 

Sklaven[8]

?    galten als Sachen, nicht als Personen

?    Sklave wurde man     ? als Kriegsgefangener

                                       ?als römischer Bürger, der seine Schulden nicht bezahlen konnte

                                       ?als Kind eines Sklaven

?    Sklaven konnten freigelassen werden oder sich freikaufen

 

Zeitrechnung[LV1]

?    erfolgte über Sonnenuhren (später auch Wasseruhren)

?    ein Tag dauerte von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und umfasste zwölf Stunden (hora[14]) ? Im Sommer dauerte eine hora länger als imWinter

 

Essen[20]

Cena: Abendessen; wichtigste Mahlzeit; mehrere Gänge; man lag zu Tisch

 

In die Thermen geht man, … [7]

?    … um sich zu waschen (die meisten Wohnungen in Rom hatten keinen Wasseranschluss)

?    …um sich zu entspannen

?    …um Sport zu treiben

?    …um zu lesen.

Frigidarium: Kaltbaderaum (für die Reinigung)

Tepidarium: warmer Ruheraum; lauwarmes Bad

Caldarium: Warmbaderaum

Laconicum: Schwitzkammer

Palaestra: Hof für Sport und Spiel

Hypocaustum: Fußbodenheizung

 

Schule[LV2]

Ludimagister: Lehrer, der sieben- bis zwölfjährige Jungen und Mädchen in seiner eigenen Schule (ludus) unterrichtet

Grammaticus: Lehrer, der Jungen bis ca. zum 17. Lebensjahr in lateinischer und griechischer Grammatik und Literatur unterrichtet; große Werke der Literatur werden auswendig gelernt.

Rhetor: Redner und Redelehrer, der Jungen und junge Männer in der Kunst der öffentlichen Rede unterweist

 

Schreibmaterialien[13]

Tabulacerata: Wachstafel

Stilus: Griffel aus Knochen, Holz oder Metall, mit dem man in das Wachs der tabulacerata Buchstaben und Zeichnungen einritzen und das geschriebene wieder ausradieren konnte

Codex: mehrere zusammengebundene Wachstafeln (z. B. für einen längeren Brief)

Papyrus: pflanzliches Schreibmaterial; Vorläufer des Papiers

Calamus: Schilfrohr, mit dem man mit Tinte auf Papyrus schreiben konnte

 

Unterhaltung

?    Theateraufführungen von Komödien und Tragödien; später (ab ca. 1. Jh. n. Chr.) vor allem Aufführung von Pantomimen (ein Schauspieler übernimmt alle Rollen) [15]

?    Gladiatorenkämpfe fanden im Rom u. a. im Kolosseum statt. [9]

?    Wagenrennen u. a. im Circus Maximus [4]

 

Reisen

?    zu Pferd oder mit einem Wagen: keine geteerten, sondern allein mit Steinen gepflasterte Straßen von Rom bis in die Provinzen [3, 14]

?    Möglichkeit auf Frachtschiffen (nicht auf Kriegsschiffen) mitzufahren (aber ohne Kabine): Antrieb mit Rudern oder Segel; Orientierung an Gestirnen und Leuchttürmen (der Leuchtturm von Alexandria galt als eines der sieben Weltwunder) [6]

?    keine öffentliche Post ? Reisende überbrachten häufig Briefe von Freunden und Bekannten [13]

 

 

Organisation der Stadt und des Reiches

Gebäude inRom

Forum Romanum [5]: Zentrum der Stadt: Läden und Stände, Unterhaltung, wichtige Gebäude:

Basiliken: Markt- und Gerichtshallen (erst später wurde der Name „Basilika“ für große Kirchen verwendet)

Kurie: Ort der Senatsversammlungen

Circus Maximus: Bahn für Wagenrennen [4]

Kolosseum: Veranstaltungsort, u. a. für Gladiatorenkämpfe [9]

 

Imperium Romanum: Machtbereich der Römer; dazu gehörten die …

Provinzen: außerhalb Italiens liegende Gebiete unter römischer Herrschaft; Verwaltung durch Statthalter; Einfluss auf die Bewohner der Provinzen durch lateinische Sprache und römische Kultur [3, 18]

Limes: befestigte Grenze zu den nördlichen Germanen [18]

 

Römisches Recht [5]

Zwölftafelgesetz: erste schriftlich fixierte Gesetze der Römer (12 Bronzetafeln, die auf dem forum aufgestellt wurden) ? Grundlage für viele heutige Gesetzeswerke

Indubio pro reo: „Im Zweifel für den Angeklagten“: ein noch heute geltender Grundsatz des römischen Rechts

Iustitia: die Gerechtigkeit; oft als Frau mit verbundenen Augen, Schwert und Waage dargestellt

 

 

Römische Geschichte

C.Iulius Caesar (100-44 v. Chr.) [10]

?    bedeutender Feldherr und Politiker

?    unterwarf Gallien

 

 

Antike Kultur und Religion

Griechische Kultur [11]

?    Griechen waren den Römern kulturell überlegen, aber militärisch unterlegen

?    Römer übernahmen griechische Literatur, Philosophie, Medizin, Mathematik, Rhetorik, Architektur, bildende Kunst, Götterwelt und Sagen

?    gebildete Römer lernten Griechisch:

Griechisches Alphabet

?    Groß-und Kleinbuchstaben

?    Fähigkeit, griechische Eigennamen (bzw. Begriffe, von denen deutsche Fremdwörter abgeleitet sind) zu lesen; z. B. ’??????,’????????, ????)

 

Griechisch-römische Götterwelt (Olympische Götter; lebten auf dem Berg Olymp)[12]

Iuppiter(gr. ????): Göttervater; Kennzeichen: Zepter, Blitz, Adler

Iuno(gr. ‘???): Jupiters Schwester und Ehefrau

Mars(gr. ’????): Kriegsgott

Venus(gr. ’????????): Göttin der Liebe und Schönheit, häufig in Begleitung des geflügelten Liebesgottes Amor

Apollo(gr. ’???????): Gott des Lichtes, der Weissagung (auch Herr über das berühmte Orakel von Delphi), Heilkunst, Wissenschaften und Kunst; Leier und Lorbeerkranz

Diana(gr. ’???????): Apollos Zwillingsschwester; Göttin des Mondes, der Jagd; Pfeil u. Bogen

Mercurius/Merkur(gr. ‘??????): Götterbote, Gott des Handels, der Diebe und der Reise; Flügelschuhe und Heroldsstab

Minerva(gr. ’?????): Göttin der Weisheit und des Handwerks; Speer, Helm, Schild

 

Römische Hausgötter[16]

Lararium: Nische oder Schränkchen in jedem Privathaus zur Anbetung der Hausgötter, die als kleine Figuren dargestellt sind:

Laren: Geister der Verstorbenen

Penaten: Götter der Vorratskammer; Schutzgötter des Hauses

Genius: persönlicher Schutzgeist des pater familias; oft als Schlange dargestellt

 

Weissagung[16]

Auguren: Priester, die den Flug und das sonstige Verhalten der Vögel beobachteten, um danach die Zukunft vorherzusagen

Haruspices: Untersuchung der Eingeweide von Opfertieren

Orakel: heiliger Ort zur Befragung von Gottheiten; das wichtigste Orakel befand sich in Delphi und war dem Apollo heilig [12]

 

Antiker Mythos (Sagen)

Troianischer Krieg: Paris, der Sohn des Königs Priamus von Troia, entschied den von Discordia (Göttin der Zwietracht) gestifteten Streit der Göttinnen Venus, Minerva und Juno, welche die Schönste sei, zugunsten der Venus (Parisurteil) und gab ihr einen Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“ (Zankapfel). Venus versprach ihm dafür Helena aus Sparta, die Paris ihrem Mann Menelaos raubte. Dieser zog darauf mit den Fürsten Griechenlands nach Troia, um Helena zurückzuholen. Durch die List des Odysseus, der griechische Soldaten in einem hölzernen Pferd in die Stadt schmuggeln ließ (Troianisches Pferd), fiel Troia schließlich nach zehn Jahren. [15, LV4]

Aeneas: Sohn der Venus, einer, der wenigen Troianer, die aus der brennenden Stadt entkamen. Nach langer Irrfahrt gelangte er nach Italien, wo König Latinus ihm seine Tochter Lavinia zur Frau gab. Seine Nachkommen sollten später Rom gründen. [LV4]

Romulus und Remus: Zwillingsbrüder, Nachkommen des Aeneas, Söhne des Mars. Von ihrer Familie ausgesetzt, wurden sie von einer Wölfin gesäugt. Später gründeten sie Rom. Romulus tötete Remus im Streit und wurde erster König von Rom. [LV4]

Europa: phönizische Königstochter, die von Zeus in der Gestalt eines Stieres auf die Insel Kreta entführt wurde [LV3]

Sisyphus: Da er die Götter getäuscht hat, muss Sisyphus in der Unterwelt unablässig einen Fels einen Berg hinaufrollen, der, am Gipfel angekommen, stets wieder herabrollt; daher unser Begriff „Sisyphusarbeit“ [LV3]

Dädalus und Ikarus: Um aus der Gefangenschaft des Königs Minos von Kreta zu entkommen, konstruiert Dädalus, der für Minos bereits einberühmtes Labyrinth gebaut hat, Flügel aus Federn und Wachs. Sein Sohn Ikarus stürzt ab, nachdem er der Sonne zu nah gekommen und somit das Wachs geschmolzen ist. [17BK, LV3]

Philemon und Baucis: altes Ehepaar, das sich von den Göttern wünscht, dass keiner derbeiden den anderen überlebt. Schließlich werden sie in Bäume verwandelt. [LV3,Nr. 16]