Die verbotenen Schokokekse

Die skurrile Geschichte der verbotenen Schokokekse.

Die Geschichte der Süßigkeit, die zwar „Choco Pie“ heißt, aber eigentlich ein recht großer gefüllter Keks ist, beginnt im Industriegebiet Kaesong in Nordkorea.
Dieses Industriegebiet wurde als gemeinsames wirtschaftliches Projekt zwischen Nord- und Südkorea gebaut.
Südkoreanische Fabriken stellten in den Parks Nordkoreaner als billige Arbeitskräfte ein.
In einer der Fabriken wurden besagte „Choco Pies“ produziert, die jedes Kind in Südkorea kennt und liebt. Die nordkoreanischen Arbeitskräfte bekamen die Süßigkeit immer wieder als Bonus geschenkt, aber anstatt sie einfach zu naschen, wurde ihnen etwas klar – die Kekse waren zu lecker und zu wertvoll, um einfach gegessen zu werden. Über Umwege gelangten die Kekse nach Pjöngjang und ein Schwarzmarkt für „Choco Pies“ entwickelte sich. Es klingt unglaublich, aber die Süßigkeit wurde genutzt, um Soldaten zu bestechen und um zu handeln. Das ganze nahm dermaßen Überhand, dass bis zu 150.000 „Choco Pies“ täglich nach Nordkorea geschmuggelt wurden. Da die Kekse allerdings wohl zu gut und zu sehr nach Freiheit und Kapitalismus geschmeckt haben und sie effektiv als Zahlungsersatz genutzt wurden, verbot man sie.

 

Quellen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Kaesong_Industrial_Region

https://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2014/07/01/north-korea-has-reportedly-banned-choco-pies/

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