Ich hab Angst

Zurück zum Neujahr 2016- So fing unser Jahr an.

Es dürfen keine Frauen vergewaltigt werden, natürlich sollten die Schuldigen Konsequenzen tragen, alle die selbe Konsequenz, unabhängig ihrer Nationalität. Aber wenn wir jetzt einen Flüchtling sehen und Angst bekommen, dass er uns vergewaltigt, dann hat die Angst uns blind gemacht.

Ich hab Angst.

Das sagte die Hälfte der Deutschen und ging ins neue Jahr. Naturkatastrophen, die Flüchtlingswelle, Terror, sexuelle Übergriffe, unheilbare Krankheiten. Angst vor großen Menschenmengen. Angst vor Menschen mit langem Bart und orientalischen Namen. Angst vor dem Anderen, Angst vor denen, die nicht sind wie wir.

Aber warum? Wir sehen ja auch nicht einen blonden, blauäugigen Menschen und denken „Nazi“. Sind das nicht nur Stereotypen? Eigentlich gibt es, und das wissen wir alle, deutsche und ausländische Vergewaltiger, dicke und dünne, alte und junge, mit jeder Hautfarbe, jeder Sexualität und jedem Hobby.

Klar, uns  sind Stereotypen von der Gesellschaft eingebrannt worden. Das ist wie die Angst im Dunkeln, obwohl wir ja wissen, dass es da auch nicht anders aussieht, als wenn das Licht an ist. Wenn dann jemand im Dunklen schreit „verrat mir alle deine Geheimnisse oder ich komme“, dann macht man das viel eher. Obwohl es eigentlich dämlich ist. Aber der/diejenige hatte unsere Angst vor dem Dunklen als Unterstützung, mehr brauchte die Person gar nicht und sie wäre machtlos gewesen, hätte man nur das Licht angeschaltet.

Es wäre so viel angstfreier, würden wir uns von stereotypischen Vorurteilen befreien. Und dann kann man zusammen nach sinnvollen Lösungen suchen. Statt vorurteilsbesetzt einfache aber einseitige Entscheidungen zu treffen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.